Über uns

Wir werden, was wir schon sind

Seit fast drei Jahrzehnten begleitet die AIDS-Seelsorge Menschen in Hamburg: in schweren Krankheitsphasen, in der Trauer, im Alltag mit HIV. Diese Arbeit hat Vertrauen geschaffen und Glaubwürdigkeit erworben, die nicht selbstverständlich ist. Dafür sind wir dankbar.

Und wir entwickeln uns weiter.

Die medizinische Situation von Menschen mit HIV hat sich grundlegend verändert. Viele, die wir seit Jahren begleiten, leben stabil. Was bleibt, sind andere Fragen: Zugehörigkeit, Diskriminierung, Einsamkeit, das Ringen um ein Leben, das sich richtig anfühlt. Und immer öfter kommen Menschen zu uns, bei denen HIV gar nicht das Thema ist, sondern etwas anderes: Wer bin ich? Wo gehöre ich hin? Wie bringe ich meine Queerness mit meinem Glauben zusammen?

Genau dort wollen wir sein.

Aus der AIDS-Seelsorge wird eine queer-sensible Seelsorge. Wir lassen dabei niemanden zurück, der bisher zu uns gehört hat. Die Menschen, die wir seit Jahren begleiten, bleiben uns wichtig. Und wir öffnen uns für alle, die einen Ort suchen, wo sie ganz sein dürfen.

Denn queere Menschen haben ein Recht auf einen Ort für ihre Spiritualität. Einen Ort ohne Vorurteile, ohne Schubladen, ohne die Forderung, sich zu erklären oder zu rechtfertigen. Wir sind überzeugt: Glaube und Queersein gehören nicht getrennt. Und die Kirche ist nicht erst dann ein Zuhause, wenn man ins Schema passt.

Mach mit

Dieser Prozess lebt davon, dass Menschen ihn mitgestalten. Wenn du queersensible Seelsorge in Hamburg mitentwickeln möchtest, als Ehrenamtliche*r, als Beraterin oder Berater, als jemand, der einfach dabei sein will: Wir freuen uns, von dir zu hören.

Meld dich bei uns.

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